Französisch

Das ist die Fachschaft Französisch

 

Anna Ederer

F, D, DSP, Eth

 

Wibke Feuchter

F, E

Barbara Gheorgean

F, Ru

Fachsprecherin

 

Sandra Hunkel-Schorstein

F, E

Eva Klün-Ernst

F, E

Fachsprecherin

 

Michael Ruppersberg

F, Mu

 

Claudine Zhupani-Zingel

F, D

Verbreitung der französischen Sprache

  • Frankreich ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Unser Nachbarland ist nicht nur der zweitgrößte Abnehmer von deutschen Exporten, auch in der deutschen Importstatistik nimmt Frankreich einen der vorderen Plätze ein. Gute Kenntnisse in der französischen Sprache und interkulturelles Wissen erhöhen daher die Chancen junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt selbst in technischen Berufen, nicht zuletzt da Französisch die Sprache unserer westlichen Nachbarländer (Frankreich, Belgien, Luxemburg, Schweiz) ist.
  • Weiterhin gelten Frankreich und Deutschland als die treibenden Kräfte im europäischen Einigungsprozess, weshalb uns mit keinem anderen Land so viele Städtepartnerschaften verbinden wie mit Frankreich.
  • Auf der Basis des deutsch-französischen Vertrags, der am 22. Januar 1963 unterzeichnet wurde, erfolgt zwischen unseren beiden Ländern eine beispielhafte Zusammenarbeit.
  • Alles in allem sprechen heute etwa 235 Millionen Menschen in 33 Ländern Französisch als Muttersprache oder als Zweitsprache und rund 135 Millionen Menschen bedienen sich des Französischen als Fremdsprache.

Französisch an der Prälat-Diehl-Schule

  • Französisch kann an der Prälat-Diehl-Schule als zweite Fremdsprache gelernt werden und beginnt in der Jahrgangsstufe 7.
  • In der Jahrgangsstufe 9 kann Französisch auch als dritte Fremdsprache  im Rahmen des Wahlunterrichts angewählt werden.
  • Über die Mittelstufe hinaus kann Französisch in der Oberstufe als Grund- und Leistungsfach belegt und somit Abiturfach werden.
  • Wir verwenden das Lehrwerk À Plus – nouvelle édition, das mit seinen Begleitmaterialien speziell für die zweite Fremdsprache entwickelt wurde. https://www.cornelsen.de/reihen/a-plus-120000690000/nouvelle-edition-120000690002
  • Unser Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern Sicherheit im mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch zu vermitteln. Dazu zählt vor allem die Übung der Aussprache, um so die ungewohnte Diskrepanz zwischen Laut- und Schriftbild aufzufangen.
  • Vokabeln und Grammatik müssen bereits in den ersten Stunden erlernt werden und sind zugegebenermaßen für Anfänger schwerer zugänglich als z.B. im Englischen. Wir unterstützen unsere  Schülerinnen und Schüler nach Kräften, erwarten aber auch eine entsprechende Lern- und Arbeitsbereitschaft – eine Voraussetzung, die für das erfolgreiche Erlernen jeglicher Fremdsprachen notwendig ist.
  • Französischunterricht heißt aber auch die Förderung von Gesprächsbereitschaft, Flexibilität und das Eingehen auf den anderen: gespielte Szenen, Schreiben von Dialogen, Tandemarbeit mit dem Partner, Singen – alles zeigt den Schülerinnen und Schülern die unmittelbare Anwendung des Gelernten.
  • Neben dem Lehrbuch verwenden wir authentische Audio- und Videomaterialien sowie Realien aus dem französischen Alltag, um den Unterricht möglichst anschaulich zu gestalten.
  • Daneben beleben Theateraufführungen und  Kinobesuche (z.B. im Rahmen der Cinéfête), Auftritte von französischen Autoren / Künstlern und Exkursionen nach Frankreich den Schulalltag in der Fremdsprache.

Deutsch-Französischer Tag an der Prälat-Diehl-Schule

Mit unserer gesamten Jahrgangsstufe 6 feiern wir um den 22. Januar herum die „Journée franco-allemande“, den „Deutsch-Französischen Tag“, für den ältere Französischschüler Stationen vorbereiten, an denen die jüngeren sich mit Frankreich, Französisch und den deutsch-französischen Beziehungen vertraut machen können.

Der Deutsch-Französische Tag wird unter dem Motto „L’allemand, passeport pour l’avenir“ – „Französisch, dein Weg zum Erfolg“  gefeiert.  Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen sind an diesem Tag dazu aufgefordert, Aktivitäten unter dem jeweiligen Motto für ihre jüngeren Mitschüler zu organisieren.  Durch spielerische Aufgaben haben die Kinder die Möglichkeit, die französische Sprache sowie die Kultur des Nachbarlandes zum ersten Mal mit allen Sinnen wahrzunehmen.  Mit Spielen wie Tabu oder Twister und Boule lernen die Sechstklässler erste französische Begriffe und die Neugier für die neue Sprache wird geweckt.  Außerdem haben die Schüler die Möglichkeit in einem Quiz ihr Wissen über Frankreich zu testen, Comics wie Astérix und Obélix zu lesen und das französische Alltagsleben kennenzulernen.

Der Andrang an dem Crêpes-Stand zeigt, dass sich alle Schüler darauf freuen, einen Einblick in die französische Küche zu gewinnen. 

Aber warum ein solcher Tag?

Die „Journée franco-allemande“, also der „Deutsch-Französische Tag“ geht auf den Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrag zurück. Am 22. Januar 1963 unterzeichnen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle diesen „Elysée-Vertrag“, der das Ende der jahrhundertelangen Feindschaft durch zahlreiche Kriege, Konflikte um Grenzgebiete und gegenseitige Ablehnung einläutete.

Der Vertrag legt fest, dass sich die beiden Regierungen über die Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik bei regelmäßigen Treffen abstimmen sollen. Am 5. Juli 1963 wird außerdem das Deutsch-Französische Jugendwerk gegründet. Später entstanden zahlreiche Städte-, Schul- und Vereinspartnerschaften, zum Beispiel zwischen Groß-Gerau und Brignoles.

Der Deutsch-Französische Tag selbst findet erstmals 2003 statt. Der 22. Januar wird als symbolisches Datum aufgrund des deutsch-französischen Vertrags  von 1963 gewählt. Der französische Präsident Jacques Chirac und der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder beschließen diesen besonderen Tag gemeinsam und widmen ihm einige Organisationen, die die deutsch-französische Freundschaft aufrecht erhalten und die Jugendlichen beider Länder näher miteinander in Verbindung bringen sollen.

 

Und hier etwas für die Naschkatzen unter euch:

Crêpes

  • 250 g Mehl
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 500 ml Milch
  • 50 g geschmolzene Butter

Mehl, Salz, Butter und Milch in einer Schüssel zu einem glatten Teig verrühren.

Etwas Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen lassen.

Etwas Teig in die Pfanne geben, sodass die Crêpe schön dünn wird (keine Pfannkuchen!).

Die Crêpe von beiden Seiten goldbraun backen. Anschließend wird sie herzhaft oder süß gefüllt, zum Beispiel mit Nutella.

Schnupperreise nach Metz

Noch nicht einmal ein Jahr Französisch – und schon soll man sich in Frankreich verständigen??? Unsere Siebtklässler können dies am Ende des Schuljahres ausprobieren. In zweieinhalb Stunden bringt uns der Bus in die lothringische Stadt an der Mosel.   

Selbst wenn das eigene Bett zu Hause vielleicht etwas bequemer ist, so findet die Jugendherberge mit ihren einfachen, aber gemütlichen Zimmern und dem Essen „à la française“ („Was? Es gibt noch einen Gang??? – Ich glaub’, ich hab’ zu viel Baguette gegessen!“) großen Anklang. Auch die Wiese hinter dem Gebäude lädt zum Spielen ein, wobei allerdings etliche Bälle in der Mosel landen. Der ein oder andere davon konnte unter Aufsicht der Lehrer und unter vollem Einsatz der begleitenden Oberstufenschüler in akrobatischen  „Ballrettungsaktionen“ wieder sichergestellt werden. Trotzdem müssen auch immer wieder Verluste beklagt werden…

Die Stadtrallye am Samstag wird manchmal unterschiedlich bewertet. „Meine Beine taten sehr weh!“ „Es hat Spaß gemacht.“ „Ich fand die Rallye sehr lustig. Wir haben viele Sehenswürdigkeiten gesehen und auch die Leute, die wir gefragt haben, waren immer nett.“ „Wir sind oft an dem Theater vorbeigelaufen, bis wir kapiert haben, dass es das Theater war!“

In Kleingruppen, beaufsichtigt von den Lehrern und von Schülern der Q-Phasen, entdecken die Siebtklässler die Stadt.

Bei dem sich anschließenden Picknick im Herbergsgarten, für das die Schülerinnen und Schüler eigenständig in den französischen Läden einkaufen, werden die verbrauchten Kräfte rasch regeneriert. Nach dieser Verschnaufpause geht es wieder in die Fußgängerzone. Hier zeigt sich, dass sich alle mittlerweile gut orientieren können: „Faire du shopping en français? – Pas de problème!“ Noch mehr touristisches Sightseeing bietet die Bimmelbahnfahrt am Sonntag, die das Programm abrundet.

Wenn der Bus zur Rückfahrt nach Groß-Gerau startet, sind sich alle einig: „Es war sehr schön.“ „Es war ein super Wochenende.“ „Mitgenommen haben wir tolle Eindrücke und die Ermunterung weiter Französisch zu lernen.“ „So einen Ausflug wie nach Metz würde ich gerne noch mal machen.“ So mancher Oberstufenbetreuer war bereits zu Beginn seiner Französischkarriere in Metz gewesen, und viele Schüler überreden anschließend ihre Familie zu einem Wochenendtrip in das nahe gelegene Lothringen.

Club de lecture / Leseclub

Im Rahmen des Nachmittagsangebotes findet wöchentlich eine Leseförderung statt. Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen lernen im „club de lecture“ französische Bücher aus unserem umfangreichen Bestand der Mediothek (Bücherinsel) kennen. Der spielerische Umgang mit Texten durch entdeckendes Lesen, das Erlernen verschiedener Methoden für das Textverständnis sowie das Einüben von Rollenspielen stehen im Vordergrund.

Vorlesewettbewerb Französisch

„Was, vorlesen sollen wir? Und das noch vor einer Jury???? Das geht ja gar nicht….!“

Aber dann lassen sich die Schüler doch darauf ein. Anhand von Beispielen erkennen sie nämlich, dass jeder noch so gute Inhalt an Qualität verliert, wenn er schlecht vorgetragen wird. Zunächst gilt es, in jeder Lerngruppe mehrere Kandidaten zu ermitteln, die anschließend vor ihren Mitschülern eine geübte und eine unbekannte Textpassage präsentieren. In einem äußerst demokratischen Verfahren einigen sich dann alle auf die Kandidaten ihrer Lerngruppe und deren Stellvertreter.

Dann geht es in die Endrunde: Vorlesen vor einer Jury, die sich in der Regel aus einem Lehrer, einem Oberstufenschüler und (meistens) aus einem französischsprachigen Elternteil zusammensetzt. Die Jury bekommt einen Kriterienkatalog, nach welchem sie die Güte des Vortrags unparteiisch beurteilt.

Schon vor Beginn der Endrunde sind alle sehr aufgeregt. Jeder geht noch einmal seinen vorbereiteten Text durch und hofft, dass der zweite, der unbekannte Text, den die Jury ausgewählt hat, nicht zu schwer sein wird. Als es dann losgeht, steigen Aufregung und Anspannung bei manch einem noch ein bisschen höher, dennoch sind alle sehr motiviert vor der Jury zu lesen. Und trotz all dem Lampenfieber lesen i.d.R. alle Kandidaten sehr gut. Am Ende werden die Platzierungen ermittelt. Alle Teilnehmer bekommen eine Urkunde, die Gewinner zusätzlich ein kleines französisches Buch.

„Ich war ziemlich nervös, aber es hat eigentlich ganz gut geklappt. Und nach ein paar Zeilen war ich nicht mehr aufgeregt und da hat es mir auch richtig Spaß gemacht. Dann waren noch die andern beiden dran. Franziska war sehr aufgeregt. Beide waren aber super. Dann kam jedoch der fremde Text, vor dem wir alle Angst hatten… Zum Glück mussten wir nur ein kurzes Stück daraus vorlesen.“

Austausch mit dem Collège Les Sources / Saverne

Saverne ist ca. 40 km von Strasbourg entfernt vor dem Einschnitt in die Vogesen (le Col de Saverne) gelegen, hat  ca. 12.000 Einwohner und gehört zu dem Département Bas-Rhin (67000) und der Région Grand Est. Es hat eine nette Fußgängerzone mit vielen hübschen alten Häusern. Bekannt ist es auch für den Canal de la Marne au Rhin, den viele Hobbyschiffer in ihrer Freizeit nutzen (https://www.tourisme-saverne.fr/fr/).

Mit dem Collège Les Sources in Saverne (http://www.collegesources.fr/) besteht seit 1995 eine feste Verbindung, die 1997 durch ein „appariement“, eine Partnerschaftsvereinbarung, besiegelt wurde. Jedes Jahr finden Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen unserer beiden Schulen statt.

Pädagogisch steht dabei das interkulturelle Lernen von seiner praktischen Seite im Vordergrund, nämlich das Kennenlernen  des Alltagslebens im Land des Partners. Während einer Woche sind die Schülerinnen und Schüler  in Gastfamilien untergebracht und besuchen mit ihren „corres“ den Unterricht, begleiten sie bei ihren sportlichen und sonstigen Freizeitaktivitäten und nehmen am Familienleben teil. Darüber hinaus werden gemeinsame Aktivitäten durchgeführt: Ausflüge in die nähere Umgebung sorgen für die kulturelle Bereicherung, Sport- und Spaßturniere und eine große Fete erleichtern die deutsch-französische Verständigung.

Sprachlich profitieren die Schülerinnen und Schüler in jedem Fall. Obwohl Deutsch im Elsass noch vielfach gesprochen wird, ist es gerade für die jüngeren Franzosen eine Fremdsprache, so dass unsere Schüler ihre erworbenen Französischkenntnisse anwenden können. Außerdem lernen sie Vokabeln, die nicht unbedingt im Lehrbuch zu finden sind…

Praktisch macht das ganze Projekt einfach Spaß…!

Dazu einige Kommentare und Bildeindrücke:

http://www.collegesources.fr/articles.php?lng=fr&pg=2876

Zwischen den Schülerinnen und Schülern zu  beiden Seiten des Rheins haben sich so viele Freundschaften ergeben, die auch nach dem schulischen Austausch weiter gepflegt werden können. Da Saverne und Groß-Gerau nur etwas mehr als zwei Autostunden auseinander liegen, können sich die „corres“ problemlos besuchen  und sich so mit etwas Eigeninitiative eine ständige Anlaufstelle im jeweiligen Partnerland schaffen.

Vielleicht noch eine Ermunterung für etwas ängstliche Schülerinnen und Schüler: Man versäumt natürlich Unterricht während des Austauschprogramms und muss den Stoff nacharbeiten und vielleicht den einen oder anderen Test nachschreiben – das erfordert schon selbstständiges Handeln. Aber: Das ist alles machbar und ihr könnt davon ausgehen, dass euch viel Verständnis entgegengebracht wird, denn die Prälat-Diehl-Schule befürwortet ausdrücklich die Teilnahme an internationalen Begegnungen.

Also: habt Mut, macht mit beim Austausch!!!

Exkursion mit Schwerpunktthema „Europa“

Für die Jahrgangsstufe 10 ist eine Exkursion mit einem europäischen Themenschwerpunkt vorgesehen. Aufgrund der Umstellung auf G 9 und der Aussetzung schulischer Fahrten bis zum Schuljahresende 2019/2020 konnte dieses Projekt noch nicht angegangen werden.

Denkbar wären Ziele wie das Europaparlament in Strasbourg, das KZ Natzwiller-Struthof oder das Centre Européen Robert Schuman bei Metz.

Austausch mit Brignoles für die E-Phase und die Q1 / 2

Groß-Geraus Partnerstadt Brignoles (ca. 17.000 Einwohner) befindet sich in Südfrankreich im Département Var und gehört zu der Region Provence-Alpes-Côtes d’Azur (PACA). Brignoles‘ gemütliche Altstadt lädt zum Bummeln ein, und die nähere Umgebung hat viele Highlights zu bieten: Nizza, Saint-Tropez, Marseille, Aix-en-Provence ….

www.provence-info.de/staedte/brignoles/ oder http://www.brignoles.fr/

Seit 2015 wird für die Oberstufenschülerinnen und –schüler ein einwöchiger Austausch mit dem Lycée Raynouard, einer großen Oberstufenschule mit über 1800 Schülern in vielen Sparten (z.B. auch in der Berufsbildung), angeboten. 

http://lycee-raynouard.fr/

Die Zielsetzung des Austauschs ist vergleichbar mit der des Mittelstufenaustauschs. Zusätzlich gewinnen die Jugendlichen vertiefende Einblicke in das französische Oberstufenschulsystem und lernen das landschaftlich reizvolle Südfrankreich kennen. Auch hier gilt: Der Austausch ist nicht gleichzusetzen mit Ferien – versäumter Unterrichtsstoff muss nachgeholt werden, verpasste Klausuren müssen entweder nachgeschrieben oder durch andere Leistungen ersetzt werden. Vielleicht schreibst Du nach der Fahrt eine nicht ganz so gute Note – aber dafür hast Du auf anderen Gebieten vieles gelernt, was die „Daheimgebliebenen“ nicht erlebt haben.

Vielleicht sollte ich besser zu Hause bleiben??

Pas de plaisir sans risque! Sicherlich ist es einfacher zu Hause zu bleiben – aber was entgeht Dir dann alles??? Du bekommst in Zukunft so viele Angebote für Auslandsaufenthalte (Schule, Studium, Ausbildung, Beruf) – wenn Du akzeptierst, dass Du bestimmte Spielregeln einhalten musst, wirst Du viele bereichernde Erfahrungen machen. Hier muss man doch einfach mal Herrn Goethe zitieren:

 „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“

Der hat’s erfasst!!!! Also: Courage – melde Dich zum Austausch an! – Jetzt!

Prix des Lycéens allemands

In der Oberstufe nehmen die Leistungskurse in der Jahrgangsstufe 12 (Q 1/2) am „Prix des Lycéens allemands“ teil. Unsere Schülerinnen und Schüler treten als Literaturkritiker auf und wählen unter vier französischen Jugendbüchern, die von einer Kommission bestehend aus Vertretern des französischen Bildungsministeriums, der Instituts Franҫais und der deutschen Französischlehrerverbände vorgeschlagen werden, ihren Favoriten aus.           

Die Bücher werden von den Schülerinnen und Schülern reihum gelesen und dann gibt es intensive Debatten – natürlich in französischer Sprache – um den Favoriten zu ermitteln. Außerdem wählt der Kurs noch eine Vertreterin oder einen Vertreter, die bzw. der die Prälat-Diehl-Schule bei einer hessenweiten Auswahlveranstaltung vertritt.

Dort erarbeiten die Schüler kreative Gruppenpräsentationen, in der Regel Rollenspiele, zu den Büchern, die ihnen zugeteilt wurden. Ziel ist es, die Botschaft der Jugendromane zu vermitteln und dann den „Landessieger“ für Hessen abzustimmen.  Außerdem wird eine Schülerin oder ein Schüler gewählt, die bzw. der Hessen auf der Buchmesse in Leipzig vertritt. Isabelle erzählt von dieser Veranstaltung:  „Es war eine gute Erfahrung mit vielen neuen Bekanntschaften. Es war interessant die unterschiedlichen Meinungen der anderen Schülerinnen und Schüler zu hören. Außerdem habe ich viele Informationen darüber bekommen, wie an anderen hessischen Schulen gearbeitet wird. Meine Arbeitsgruppe war bunt gemischt – einfach super!“

Außerdem stellen die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses die Bücher ihren Mitschülern der E-Phase vor und besuchen in der Regel die Lesung eines Autors eines der Auswahlbände. Darüber hinaus verfassen sie ein „Journal de lecture“, in dem sie sich mit einem Buch besonders auseinandersetzen. Diese Lesetagebücher sind oft richtige Kunstwerke!

„Das ist zwar viel Arbeit, aber im Nachhinein kann ich sagen, dass es Spaß gemacht hat, sich mit einem französischen Buch intensiv und kreativ zu beschäftigen.“

D E L F  (Diplôme d´Etudes en Langue Française)

Was sind die Vorteile dieser Prüfung und dieses Zertifikates?

DELF ist ein von den Kultureinrichtungen der Französischen Botschaften verwaltetes standardisiertes und in der ganzen Welt anerkanntes staatliches französisches Sprachdiplom, das sich an dem europäischen Referenzrahmen für Fremdsprachen orientiert. Ein international anerkanntes Sprachdiplom gibt im Ausland verlässlichere Aussagen über Sprachkenntnisse, als dies eine deutsche Zeugnisnote zu leisten vermag. Gerade Schülerinnen und Schüler, für die bei Bewerbungen der Nachweis von Französischkenntnissen von Vorteil ist, können von DELF profitieren – oder diejenigen, die einfach Spaß an Sprachen haben!

Die  DELF – Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Es geht darum, Alltagssituationen zu bewältigen, Informationen aus Zeitungsartikeln herauszusuchen oder Briefe oder Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen aus dem Erfahrungsbereich der Schüler zu verfassen. In einer schriftlichen Prüfung, die an der Prälat-Diehl-Schule stattfindet, werden Hörverstehen, Leseverstehen und schriftlicher Ausdruck geprüft. Inhalt der mündlichen Prüfung im Institut Français in Mainz sind Lesefähigkeit und mündlicher Ausdruck sowie die Fähigkeit, auf Französisch zu kommunizieren.

Die DELF – Prüfung ist eine gute Vorbereitung  auf die zunehmende Mobilität im zusammenwachsenden Europa, wo beispielsweise Auslandspraktika in vielen Bereichen zu einer Notwendigkeit geworden sind. Unser Ziel ist es deshalb auch, die Chancen unserer Schüler auf dem europäischen Arbeitsmarkt durch den standardisierten Nachweis praktischer Sprachkenntnisse zu verbessern. Eine Prüfung unter ganz anderen Bedingungen als die der Klassenarbeiten abzulegen, d.h. vor fremden, muttersprachlichen Prüfern, ist für die Schülerinnen und Schüler eine beeindruckende neue Erfahrung. Der Erfolg gibt einen großen Motivationsschub.

Vorbereitung auf die DELF-Prüfung:

Die Vorbereitung erfolgt über den Französischunterricht hinaus in einer AG, die mit zwei Stunden im Stundenplan angerechnet wird. Man kann sich aber auch zu der Prüfung anmelden, wenn man die AG nicht regelmäßig besuchen kann – aber dann kann sie nicht für die Stundenverpflichtung angerechnet werden.

Anmeldung und Kosten:

Die Anmeldung muss stets bis zum Spätherbst/Winter eines Kalenderjahres elektronisch erfolgen. Die Kosten belaufen sich auf 48,- € für B 1 und 60,- € für B 2. Nach erfolgter Anmeldung zur DELF-Prüfung werden diese Gebühren fällig und können auch bei eventueller späterer Nichtteilnahme nicht rückerstattet werden. Weiterhin entstehen noch die Fahrtkosten für die mündliche Prüfung nach Mainz. Die Schülerinnen und Schüler werden nach Mainz begleitet.  Wir empfehlen auch die Anschaffung eins Übungsbuchs, das auch von früheren Jahrgängen gebraucht erworben werden kann.

Ablauf der Prüfungen:

Die schriftliche Prüfung findet an einem Samstag im März oder April eines jeden Jahres (es gibt keinen Wiederholungs- oder Nachschreibetermin!) in der Oberstufe der Prälat-Diehl-Schule statt.

 B1B2
Hörverstehen25 Minuten30 Minuten
Leseverstehen35 Minuten60 Minuten
Schreiben45 Minuten60 Minuten

Die mündliche Prüfung (B 1: 15 Minuten, B 2: 20 Minuten) findet am Institut français in Mainz an einem zusätzlichen, uns zugewiesenen Termin ebenfalls im März oder April, zu dem wir als Gruppe fahren werden, statt.

Schüler der E-Phase sind potentielle Kandidaten für B 1 oder sogar B 2. Entscheidet Euch nach einer Proberunde! Vorbereitungs-AGs werden neben den AGs für die Sprachdiplome DELE (Spanisch) und Cambridge Certificate (Englisch) angeboten. Bitte bedenken –  es gilt der Grundsatz:

Ein Sprachdiplom ist gut, zwei sind besser –

Un diplôme, c’est bien – deux, c’est mieux!

DFJW 

Das deutsch-französische Jugendwerk, das 1963 mit dem Elysée-Vertrag gegründet wurde, unterstützt die deutsch-französische Zusammenarbeit und fördert den Jugendaustausch zwischen den beiden Ländern. Mit seinen weitläufigen Informations- und Beratungsangeboten hilft es, Begegnungen zu initiieren. Außerdem leistet es sowohl finanzielle und pädagogische als auch sprachliche Beiträge zu den jährlichen Austauschveranstaltungen.

http://www.dfjw.org

 

Das Voltaire/Brigitte-Sauzay-Programm

Das Voltaire-Programm des  DFJW bietet die Möglichkeit für Schüler der 9. und 10. Klassen, 6 Monate lang in einer französischen Gastfamilie zu leben und die französische Kultur und Sprache besser kennenzulernen, nachdem ein französischer Schüler ebenfalls ein halbes Jahr in Deutschland zu Gast war.

Mit dem Brigitte-Sauzay-Programm gibt es ein ähnliches Angebot auch für jüngere Schüler, die noch nicht so lange von zu Hause weg möchten.

Das DFJW fördert beide Programme. Viele Infos gibt es bei http://www.dfjw.org.

 

Austausch mit der Partnerregion von Hessen: Aquitaine

Für hessische Schülerinnen und Schüler besteht außerdem das Angebot eines Austauschs in die Partnerregion Hessens, die Aquitaine. 

Vergleiche dazu folgenden Link: https://schulaemter.hessen.de/schulbesuch/internationaleaustausch%20programme/schueleraustausch/frankreich-aquitaine

 

Deutsch-Französische Hochschule

Die beim Deutsch-Französischen Gipfel in Weimar im September 1997 gegründete Deutsch-Französische Hochschule wird aus einem Netzwerk von deutschen und französischen Hochschuleinrichtungen gebildet, die integrierte Studiengänge vom Grundstudium bis zur Promotion mit binationalen Studienabschlüssen bieten. Jährlich sind ca. 5000 Studenten in einem von der DFH finanzierten integrierten Studiengang eingeschrieben und erhalten eine finanzielle Unterstützung.

Für OberstufenschülerInnen bietet die Homepage der Deutsch-Französischen Hochschule viele Informationen über eine interessante Möglichkeit, einen Teil des zukünftigen Studiums in Frankreich zu absolvieren.

Ein Blick auf  http://www.dfh-ufa.org  zeigt, dass dies nicht nur für das Studienfach Französisch gilt, sondern die verschiedensten Fachrichtungen angeboten werden!