Achtklässler lernen Brandschutz hautnah bei der Feuerwehr Groß-Gerau

Mitte März nahmen alle sechs Klassen der 8. Jahrgangsstufe im Rahmen des Chemieunterrichts am spannenden Projekttag „Brandschutz und Brandbekämpfung“ bei der Feuerwehr Groß-Gerau teil. Passend zu den Unterrichtsthemen „chemische Reaktionen“ sowie „Verbrennung und Brandschutz“ konnten die Schülerinnen und Schüler ihr theoretisches Wissen praxisnah vertiefen.

In einer ersten Theorieeinheit wurden grundlegende Inhalte anschaulich vermittelt. Dabei standen verschiedene Brandklassen, geeignete Löschmethoden sowie das sogenannte Branddreieck im Mittelpunkt. Die Lernenden erhielten außerdem einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr und lernten, wie Einsatzkräfte im Ernstfall arbeiten.

Ein besonderes Highlight des Projekts waren die praktischen Übungen: Alle Schülerinnen und Schüler durften selbst aktiv werden, einen Feuerlöscher bedienen und einen kleineren Brand eigenständig löschen. Auch der Umgang mit einem Löschschlauch wurde ausprobiert – dabei wurde schnell deutlich, dass der Druck des Wassers enorm ist und viel Kraft sowie eine gute Kontrolle erfordert. Diese Erfahrung vermittelte eindrucksvoll, welche körperlichen Anforderungen der Einsatz bei der Feuerwehr mit sich bringt.

Beeindruckend und zugleich lehrreich waren zudem verschiedene Demonstrationen. So wurde beispielsweise gezeigt, wie gefährlich es ist, brennendes Fett mit Wasser zu löschen: Bei der sogenannten Fettexplosion entsteht eine große Stichflamme. Ebenso wurde eine Mehlstaubexplosion vorgeführt, die verdeutlichte, wie schnell sich scheinbar harmlose Stoffe entzünden können.

Unter der engagierten und fachkundigen Betreuung der Feuerwehr Groß-Gerau konnten alle Fragen der Schülerinnen und Schüler ausführlich beantwortet werden. Dabei wurden nicht nur Gefahren aufgezeigt, sondern auch konkrete Verhaltensweisen vermittelt, um Risiken im Alltag zu vermeiden.

In einer zweiten Theorieeinheit lag der Schwerpunkt auf einem besonders aktuellen Thema: den Gefahren von Lithium-Ionen-Akkus. Gemeinsam wurde diskutiert, ob man beispielsweise das Handy am Bett laden sollte, wo ein E-Roller am sichersten geladen wird und welche Risiken durch beschädigte oder günstige, nicht geprüfte Ladekabel entstehen können. Ebenso wurde thematisiert, warum Akkus niemals in der Restmülltonne entsorgt werden dürfen: Beschädigte Batterien können sich entzünden und Brände in Müllfahrzeugen oder Recyclinganlagen verursachen. Stattdessen müssen sie fachgerecht über Sammelstellen entsorgt werden. Der starke Alltagsbezug machte deutlich, wie wichtig ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit technischen Geräten ist.

 

Der Projekttag hat eindrucksvoll gezeigt, wie Theorie und Praxis sinnvoll miteinander verknüpft werden können. Die Schülerinnen und Schüler wurden nicht nur für Gefahren sensibilisiert, sondern konnten auch wichtige Kompetenzen für den Alltag erwerben. Ein herzlicher Dank gilt der Feuerwehr Groß-Gerau für die professionelle Durchführung und die spannenden Einblicke!